Pixel TV

By | 3.11.2018

Ja, was soll ich sagen. Nach dem Vectoring-Ausbau der Telekom funktioniert das Internet in Olching nicht mehr. Zuvor, also so vor drei oder vier Jahren, hatten wir eine stabile 6MBit/s-Leitung. Dank der Vectoringscheiße haben wir Verbindungsabbrüche, Totalausfall und geringe Downloadraten im Kilobit-Bereich …. Upload geht gewöhnlich gar nicht …

Ich war in den vergangenen Jahren aber nicht untätig. Ich hatte Debatten mit der Telekom. Die zeigt sich uneinsichtig. Die kassieren nur noch ab. Von dieser Seite war dann irgendwann keine Hilfe mehr zu erwarten.

Dann wendete ich mich voller Hoffnung an das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. Es gab einen kurzen Mailverkehr. Der endete damit, das die Kommunalpolitik auf das Unternehmen zugehen müsste. Das wird nicht passieren, weil die Kommunalpolitik in Olching nicht mal weiß, was das Internet ist – und der Telekom erst vor ein paar Jahren das Monopol in Olching ermöglicht hat.

Ich war trotzdem bei der „Internetbeauftragten“ von Olching. Die meinte, das Internet funktioniere. Sie könne schließlich eMails verschicken …. ja, is klar.

Man kann hier auch nachlesen, warum die Situation in Deutschland – also nicht nur in Olching – desolat ist.

Um die Sache abzukürzen: In Olching wird man nichts mehr erreichen können. Wenn sich da nicht irgendwo ein Wunder auftut, dann ist einfach Feierabend. Schluss. Aus. Ende.

Mit Blick auf die Landtagswahlen in Bayern, muss ich auch feststellen, das man lieber den rechten Rand wählt, als die Partei, die Bildung, Digitalisierung und … ermöglichen will. Obwohl jetzt meine Parteifreunde sagen werden „hej, wir haben ein gutes Ergebnis“, sage ich „Ja, aber es reicht nicht, um Bayern zukunftsfit zu machen. Die Leute wollen lieber die Wiedereröffnung von Konzentrationslagern und Menschen mit Behinderung jegliche Unterstützung entziehen. Am besten killt man alle, die einen GdB haben. Die Überreste werden dann verbrannt um Ökostrom zu erzeugen, ohne Bäume fällen zu müssen.“ So siehts aus in Bayern nach der Landtagswahl.

Egal, zurück zum Thema.

Mittel- und Langfristig ist Olching als Standort nicht mehr attraktiv. Aus digitaler Sicht fällt Olching schlicht durch. Aber genau diese ist für mich sehr wichtig. Und dabei geht es eigentlich nicht um Pixel-TV, obwohl mich das schon sehr ärgert. Immerhin bezahle ich auch 100% des Preises, und nicht „bis zu 100%“ (siehe bis zu 100MBit/s im Vertrag).

Das Hauptproblem besteht darin, das wir hier keinen Internetanschluss bekommen, der für mein kleines Unternehmen ausreicht. „bis zu 100MBit/s“ reichen einfach nicht, um bestimmte Dinge zu realisieren. 2h Uploadzeit für 40MB sind einfach ein Unding! Cloud-Dienste sind unmöglich. Der Support für Websites mit hohem Datentraffic ist nicht machbar.

Und an alle, die meinen die Leitung wäre kaputt … wir hatten Techniker hier zuhause. Die Leitung ist völlig in Ordnung, bzw. kaputt.

Was ist der Ausweg? Gut, um eines vorweg zu nehmen: Um einen Umzug kommen wir nicht herum. Das ist klar. Aber wohin? Natürlich dahin, wo a) die Telekom keine Möglichkeit hat, mir das Internet abzuwürgen und b) eine Glasfaserleitung mit entsprechend hoher Bandbreite verfügbar ist. Der Internetanschluss spielt eine entscheidende Rolle bei Suche nach einem neuen Domizil.

Interessant sind vor allem jene Standorte, die Bürgerinitiativen bilden oder schon haben, um den Glasfaserausbau in ihrem Dorf selbst voranzutreiben. Weniger Telekom bedeutet gleichzeitig mehr Internet. Je größer ein Unternehmen ist, desto weniger Interesse haben sie am Kunden. Also besser etwas kleines, aber dafür besseres – mit mehr Kontakt zwischen Kunden und Dienstleister.