Werbeblocker im Internet

By | 24.8.2009

Jeder der heute eine Software für Internetsecurity kauft, hat meist auch einen sogenannten Werbeblocker mit dabei. Dieser hält einem heute nahezu jede Werbung vom Hals. Zumindest im Internet. Aber Werbeblocker bergen auch Risiken, die in den vergangenen 12 Monaten immer deutlicher wurden.

Neue Produkte

Der Verbraucher – also wir alle – weiß nicht wann welche Firma ein neues interessantes Produkt auf den markt bringt. Sehr selten merkt der Verbraucher, das es von einem „alten“ Produkt eine neue verbesserte Version gibt.

Gerade auch das Internet ist heute ein zentraler Ort, um seine (neuen) produkte vorzustellen. User, die einen Werbeblocker verwenden, sehen diese neuen Produkte nicht. Ihnen bleibt eine „neue Welt“ verschlossen.

Websites werden falsch dargestellt

Werbeblocker haben einen technischen nachteil. Viele Websites, bei denen die Werbung unterdrückt wird, werden falsch dargestellt. Sie werden vom Werbeblocker regelrecht zerrissen.

Websites werden kostenpflichtig

Nachdem sich viele Websites über Werbung finanzieren sind bereits viele Webangebote verschwunden. Und das ersatzlos. Sie konnten sich nicht mehr halten. Die Werbeblockergemeinde hat den Webmaster zur Aufgabe gezwungen.

Und so ist zu beobachten, das immer mehr Websites kostenpflichtige Dienstleistungen anbieten. Das gefällt den meisten Usern allerdings nicht. Sie sehen nicht ein, für eine Dienstleistung zu bezahlen. Doch immer mehr Webprojekte bauen auf kostenpflichtige Dienstleistungen und Produkte.

Und so werden immer mehr Websites kostenpflichtig. Die Geizkragengemeinde will es so.

Das Problem von Youtube

Eine der bekanntesten Videoplattformen ist Youtube. Youtube kostet den betreiber Google richtig viel Geld. Wir sprechen hier von einigen Milliarden Euro. Was so teuer ist? Youtube braucht große Serverfarmen um den Webspace bereit zu stellen. Diese brauchen Platz (Gebäude) und viel Strom. Außerdem hat Youtube horrende Traffickosten zu bestreiten.

All das finanziert sich (noch) aus Werbung. Wenn also User nun mittels Werbeblocker anrücken – und so wird es kommen – dann führen die Nutzernießer von Youtube das Webangebot in die sichere Pleite.

Und am Ende werden sich die User beschweren, das ein weiteres Webprojekt ersatzlos gestrichern wurde.

Und was können wir User tun?

Schaltet eure Werbeblocker ab und erhaltet das so viele Webangebote.

Und wem eine Website wegen der übermäßigen Werbung stört, der beschwere sich beim Webmaster – oder besuche die Website nicht länger.