Influencer

Von | 24.11.2019

Wie ansteckend sind eigentlich Influencer? Ich meine, die Wirtschaft kauft sich diese Leute, welche in den sozialen Medien viele Follower haben. Da kommen dann zwei oder drei Posting mit dem beworbenen Produkt, und diese Influencer sahnen riesig ab. Keinen stört das.

Fragen wir mal umgekehrt: Wenn ein Unternehmen zu wenig Follower hat, dann stellt sich doch die Frage, warum das so ist. Ist die Firma einfach Scheiße? Schreibt das Social-Media Team nur Kacke? Oder sind die Produkte einfach nur schlecht? Oder kaufen die Leute die Produkte, sind aber an weiteren Debatten mit dem Hersteller einfach nicht interessiert?

Die mediale Präsenz mag den Unternehmen wichtig sein. Aber warum kümmern die sich dann so wenig darum? Also um sich selbst. Es geht dabei auch um viel Geld. Darum verdienen sich die Influencer ja auch dumm und dämlich. Ich meine, die Kundenunternehmen bezahlen andere, und investieren nicht in das Eigene. Wie kann das sein? Hat man so wenig Vertrauen in sein eigenes Mediateam?

Und wie soll das in Zukunft aussehen? Wer keinen Beruf gelernt hat, der Influencer? Und auf diese Weise bekommen die Leute ihr ALG aberkannt? Also jeder mit einem Twitteraccount, ist dann quasi Selbstständig? Oder muss es mindestens ein Account auf Twitter und Instagram sein? Und ab wie viel Follower ist man wirklich Influencer? Zu den Fakten gehört nämlich auch, das der richtige Tweet sich viral verbreiten kann, auch wenn dem Autoren nur 5 Leute folgen. Substanz entscheidet also.

Die breite Masse an Followern wird doch schon gar nicht mehr erreicht. Influencer sind doch eigentlich in der Kategorie SPAM zuhause. Niemand braucht ihre Posts, trotzdem tauchen dauernd in der Timeline auf. Und was einen wirklich interessiert, der braucht dafür keine Influencer, sondern Kenntnisse aus erster Hand. Also von den Leuten, die das Mediateam des Unternehmens bilden.

Wechseln wir mal die Sichtweise: Follower sind die eigentliche Ware. Man wird verkauft. Es ist ein digitalisierter Menschenhandel, wenn man auf Influencer zurückgreift. Denn das eigene Mediateam arbeitet ehrlich für das eigene Unternehmen. Ein Influencer hat nix, und postet ein Bild mit einem Produkt …. und dann? Hat außer dem Influencer keiner einen Mehrwert erreicht? Nö, eigentlich nicht.

Ich kann ja noch verstehen, wenn sich jemand an ein Unternehmen wendet, welches die Aufgabe bzgl. Social-Media für einen übernehmen soll. Hier muss man aber auch sagen, das man auch bereit sein muss, dieses zu bezahlen. Digitale Arbeit ist nicht weniger anstrengend wie ein klassischer Bürojob. Vor allem müssen diese Leute auch psychisch gefestigt sein, um mit dem Abschaum aus dem Internet zurecht zu kommen. Das ist längst nicht immer einfach, und zerrt an den Nerven. Da ist es nur gerecht, wenn sich ein Unternehmen dies fürstlich bezahlen lässt.

Am Ende steht die Frage, ob man Influencer wirklich nutzen kann. Nun, ich sage ganz klar „nein“. Denn die Influencer werden nicht per Sale bezahlt, sondern … anders. Ohne ein klares ROI. Ich kenne keinen Fall, in dem man wirklich messen konnte, was zurückkommt. Das Geschäftsmodel basiert auf Annahmen und ganz viel hätte könnte und den Followern.

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