DGB tut sich mit der Digitalisierung schwer

By | 30.4.2018
LAN

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Jaja, die Gewerkschaften. Die sind immer noch in der Vergangenheit. Ihre Wahrheit liegt irgendwo zwischen Karl Marx und … wie heißt der andere noch gleich? Engels? Ist egal.

Dass der DGB Mitglieder verliert – im Sinne von Gewerkschaftlern – ist ja nichts Neues. Die Hauptursache liegt ja dafür darin, das wir heute 2018 haben, und der DGB immer noch irgendwo am Ende des 18. Jahrhundert stehen geblieben ist. Ich weiß gar nicht, ob die Briefmarkenanlecker bei denen einen geltenden Tarifvertrag besitzen. Auch egal.

Der DGB befeuert ja schon lange die Debatte um das Thema Digitalisierung. Der DGB und die Einzelgewerkschaften weisen in zermürbender Monotonie darauf hin, dass die Digitalisierung Jobs kostet. Außerdem kostet die Digitalisierung auch Arbeitsplätze. Und weil das nicht reicht, werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse durch Digitalisierung in Gefahr gebracht.

Sachlich sind alle drei Aussagen gleich falsch. Aber wie erklärt man jemanden die Digitalisierung, wenn sein Hirn nicht mal elektrifiziert ist? Da wird noch von Gehirnwindung zu Gehirnwindung ein Bote geschickt, der zu Fuß geht.

Morgen, also am 1.5.2018 fordert der DGB … obacht … ein Recht auf HomeOffice! Ja, diese faulen DGB-Leute wollen jetzt doch an der Digitalisierung teilnehmen? Ist der Knoten im Kommunistenhirn geplatzt? Ist der Weg frei für die Gegenwart? Können Arbeitnehmer aufatmen, und der Gewerkschaft eine elektronische Post, genannt eMail, schicken? Ja ist das denn die Möglichkeit?

Lieber DGB … es sei an dieser Stelle erwähnt, dass HomeOffice ein Thema ist, das sich unter dem Begriff Digitalisierung wiederfindet.

Eigentlich müsste der DGB jetzt zurück rudern. Und begründen müsste er es damit, dass der Internetausbau nicht umgesetzt wird, dass Vectoring der Telekom Scheiße ist, und darum so ein HomeOfficeDings gar nicht gehen kann. Aber nein. So rudert man als DGB nicht zurück. Das kann der DGB viel besser. Der hat da ja auch Jahrzehnte Übung drin.

Der DGB legt sich also morgen in die Riemen und rudert zurück. HomeOffice soll nur unter strengen Regeln erfolgen. Zum Beispiel wird HomeOffice nicht möglich sein, weil da keiner kontrollieren kann, ob Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt wurden. Wenn ich beispielsweise auf meinem Drehstuhl im Halbschneidersitz vor der PC sitze … dann ist da keiner der aufpasst, dass ich das nicht mache. Früher hätte man Frau Nahles solch einen Kontrollposten gegeben, aber die muss ja jetzt auf SPD-Mutti machen und Merkel kopieren.

Der DGB kritisiert auch die Möglichkeit, dass man von zuhause Abends um 23:00 eine eMail schreiben könnte. Und das geht ja mal gleich gar nicht, weil Feierabend ist Feierabend. Und da darf nix anderes mehr sein. Die SPD macht das ja auch vor. 2003 wurde mit Schröder der Feierabend der SPD eingeläutet. Und seitdem ist eben Schluss. Aus. Ende.

Die Gewerkschaftsvertretung argumentiert auch, dass sich Privat und Arbeit … entgrenzt. Neologismus. Es ist dem DGB lieber, wenn man ins Büro fährt. Präsenzpflicht. In München ist das super. Da braucht man schon 2h morgens um nach München rein zu fahren, und am späten Nachmittag braucht man 3h um wieder nach Hause zu fahren. Das ist in den Augen des DGB echte Lebensqualität – mit Grenzen.

Der DGB fordert in dieser Sache auch, dass man als Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch darauf hat. Umgekehrt ist es aber nicht so. Der Arbeitgeber darf dem Arbeitnehmer das HomeOffice nicht aufzwingen. Auf keinen Fall! Der Arbeitgeber könnte dadurch Kosten einsparen – befürchtet der DGB. Und das lehnen die Gewerkschaften strikt ab.

Total irrational diese Gewerkschaftler!

Zum Schluss noch 2 wichtige Punkte:

  1. Ich trete in keine Gewerkschaft ein!
  2. Gut dass der DGB nicht weiß, wie mein Job aussieht.