Rentengeschenke und Wirklichkeit

By | 12.11.2016

Zur Zeit geht die „Große Koalition“ aus Union und SPD ein wichtiges Thema an: Rente. Es stehen viele Fragen auf dem Programm. Aber die wichtigsten werden gar nicht angesprochen.

Mindestrente

Es wird heiß diskutiert, wie hoch die Mindestrente sein soll – sein muss. Mein Vorschlag ist ein anderer. Warum führen wir keine Maximalrente ein? Die Wahrheit sieht doch so aus: Wer in 45 Beitragsjahren ein gutes Geld verdient hat, hat im Alter ein gutes Auskommen. Geringverdiener, Alleinerziehende Mütter / Väter, Zeitarbeiter und die Mehrheit der normalen Berufstätigen hat einfach nicht die Möglichkeit Geld anzulegen oder so viel zu verdienen, das es im Alter reicht.

Warum gehen wir also nicht her, und sagen, das eine Mindestrente so großzügig sein muss, das man ohne Flaschen sammeln gut leben kann? Um das zu finanzieren kürzen wir den Superreichen die Rente auf ein Maximum von 2.500€ Netto. Und wer Wohneigentum hat, bekommt nochmal 500€ weniger. Bei dieser Grenze ist nach oben hin Schluss. Ich würde das als richtigen Weg der Solidargemeinschaft verstehen.

Und sein wir doch ehrlich: Wer im Leben viel Geld verdient hat, der kann sich den Luxus erlauben und privat vorsorgen. Aber der Normalverdiener kann das nicht. Er kann nicht sich selbst, seine Eltern und seine Kinder finanzieren – und den Staat selbst auch noch. Und das muss die Politik endlich mal begreifen.

Zu wenig Nachwuchs

Es macht übrigens keinen Sinn zu glauben, das die steigende Geburtenzahl aus dem Jahr 2015 den Generationenvertrag erfüllen wird. Das klingt jetzt vielleicht rassistisch, aber wir müssen der Tatsache ins Auge blicken, das die Kinder der Zuwanderer und Flüchtlinge keine echte Erhöhung der Geburtenrate darstellen. Denn die die meisten Flüchtlinge werden mit ihren Kindern Deutschland wieder verlassen, wenn in Syrien und anderen Krisenherden wieder ein Leben möglich ist.

Wenn man die Geburtenrate erhöhen will, dann muss man zum Beispiel jenen helfen, die ungewollt kinderlos sind. Aber hier setzt keine Partei an.

Die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung liegt bei 12.000€ plus X. Ich habe das ausprobiert … ich weiß was das kostet. Und bei 12.000€ ist nicht Schluss, wenn es beim dritten Versuch nicht geklappt hat.

Mütterrente

Die umstrittene Mütterrente brauchen wir nicht. Was kaum einer weiß: Kindererziehungszeiten werden schon heute in der Rentenberechnung angerechnet. Es wird also zweimal das gleiche honoriert. Ich finde das offen gesagt ungerecht. Warum geht man hier nicht her, und erhöht die Rentenpunkte bei den Kindererziehungszeiten? Warum muss ich ein zusätzliches Bürokratiemonster erschaffen, das faktisch zu nichts führt?

Renteneintrittsalter

Die Rente mit 63 ist ebenso unsinnig wie die Rente mit 67. Die vier Jahre sind nämlich nicht dafür auschlaggebend, das ein Normalverdiener genug einzahlt, um die „Mindestrente“ zu erhalten. Wir brauchen ein flexibles Renteneintrittsalter, bei dem die Aufgabe der Beschäftigung nicht bestraft wird. Wer nicht mehr kann, der soll auch in Rente gehen können.

Finanzierbarkeit prüfen

Sollte die Rentenkürzung für Reiche zur Finanzierung nicht ausreichen, dann schlage ich vor, das wir an den Positionen sparen, die nachweislich nichts bringen. Als Beispiel möchte hier anführen, das die deutschen Automobilhersteller seit Jahren staatliche Subventioniert werden. Ob das eine Abwrackprämie ist (5 Milliarden Euro), die Förderung der E-Mobilität (800 Millionen Euro) oder Erforschung von neuen Technologien (nicht bekannt was da verbrannt wird). Unsinnige Staatsausgaben einfach mal streichen.

Weniger Lobbyismus – mehr Mensch.