Das Geschäft mit der Beratung

By | 8.9.2013

Immer wieder bekomme ich Angebote, bei denen man mich „beraten“ möchte. Bevorzugt geht es dabei natürlich um meine Onlineaktivitäten. Die Schwerpunkte sind SEO (Suchmaschinenoptimierung) und Marketing.

Natürlich ist es gut informiert zu sein. Und wer seinen Job – egal welchen – gut machen will, der muss sich auch aktiv damit beschäftigen. Nicht nur mit dem Job und seinen Inhalten, sondern auch die Randthemen und die Themenübergreifenden Aspekte. Egal bei welchem Beruf: Wer nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge ist, der wird sein Job nicht mehr lange machen – oder ihn nicht mehr qualitativ hochwertig ausführen können.

Unter dieser Betrachtungsweise muss ich sagen, das ich keine Beratung nötig habe. Nicht für 199,-€ und auch nicht für 2789,-€. Ich brauche auch kein Seminar, das mir in drei Tagen das „Geheimwissen SEO“ offenbart.

Und schon gar nicht brauche ich ein Seminar, das mich über meine Rechte und Pflichten als Websitebetreiber aufmerksam macht. Ich kenne die Probleme zu genüge. Und ein Seminar wird mich da kaum zum Baum der Erkenntnis führen.

Was wirklich lächerlich ist? Das sind diese „vertrauenswürdigen“ Seminare, die einem beibringen sollen, wie man aus „jedem Besucher einen Kunden“ macht. Solche Angebote zerschlagen sich von selbst. Ich brauche nur mein eigenes Surfverhalten „analysieren“. Würde ich auf jeder Seite immer die Angebotenen Produkte kaufen, wäre ich längst in der privaten Insolvenz – oder in der Klappse.

Bei solchen Angeboten stellt sich mir auch immer gleich die Frage „Wenn das Geheimwissen dich reich macht, warum gibt’s Du dann Kurse dazu?“ Ich meine, wer holt sich denn freiwillig die Konkurrenz ins Haus? Ich würde solche Kurse nur dann geben, um meinen Seminarteilnehmern zu zeigen wie es nicht geht – und das nur aus reiner Profitgier. Erst bringe ich den anderen Webmastern bei wie es nicht geht, und die Kunden übernehme dann ich, weil die anderen sich zu blöd anstellen.

Aber Hauptsache gut beraten …