Facebook

Von | 22.1.2011

Seit einigen Tagen schon bin ich jetzt doch mal zu Facebook gegangen. Und ich muss schon sagen: Die Plattform raubt dem geistig gesunden Menschen auch den allerletzten Nerv.

Ein Freund, der keine Freunde hat, soll mit meinen Freunden Freund werden. Und immer wieder weist Facebook daraufhin, dass das arme Würstchen keine gemeinsamen Freunde hat. Aber was zum Teufel kann denn ich dafür, das da ein Facebooker „sozial isoliert“ ist?

Und der „Freundefinder“ fragt auch bei jedem Klick auf der rechten Navigationsseite nach, ob ich mir auch wirklich sicher bin, das ich alle „Freunde“ schon gefunden habe. Die Funktion „Ja, ich bin mir sicher“ ist wohl nicht berücksichtigt worden. Dabei geht aus meiner „Freundesliste“ eindeutig hervor, das ich kein „Einzeller“ bin.

Und immer ist am Seitenanfang meine Pinnwand, die mich fragt was ich gerade mache. Ja, was erwartet Mr Zuckerberg da eigentlich konkret? Soll ich wirklich dauernd Posten was ich mache ……..

  • Auf Facebook surfen
  • Meinen Freunden auf Facebook sagen, das die Pinnwand langsam lästig wird
  • Ich popel in der Nase
  • Ich gehe mir grad ein Bier holen
  • Liebe Freunde: Jetzt frühstücke ich doch lieber Kaffee als Bier
  • Ich gehe jetzt auf Klo ….. mal so richtig abscheißen!
  • …….

Ich glaube ja nicht das meine Fangemeinde das alles so ganz genau wissen will.

Die Pinnwand hat ja mehrere Funktionen. Nicht nur das „Was mach ich gerade?“. Es gibt ja noch Foto und Video und Links die man „teilen“ kann. Aber ich finde, das reicht überhaupt nicht. Da müsste noch z.B.: „Was habe ich in meiner Handtasche“ und „Klau meinen Look“ als Auswahlmöglichkeit bereitgestellt werden, damit endlich alle sehen können was für ne coole Hose ich anhabe. Aber was schreibe ich da rein, wenn ich grad nackig bin? Und soll ich davon dann auch noch ein Foto oder Video machen, was ich dann an meine Pinnwand pinne??

Aber gut, ich habe auch anderes ausprobiert. Da sind z.B. Spiele. Aber die habe ich gleich wieder gelassen. Ich glaube nämlich nicht, das meine Freunde es interessiert, wenn ich bei „Kigdoms of Camelot“ eine Hütte gebaut habe. Facebook sieht das anders. Facebook fragt während des Bauvorgangs gleich zweimal, ob ich das nicht doch meinen Freunden mitteilen will. Wenn jemand 20 Freunde hat und jeder baut eine Hütte …… = 20 Nachrichten an meiner Pinnwand wegen gar nichts.

Mein Fazit: Der umgefallene Sack Reis in Peking ist doch interessant.

Ein Gedanke zu „Facebook

  1. Asphalt@nurfuerspam.de'Thomas

    Die Facebookpinnwand ist genauso nutzlos/wertvoll wie so mancher Blog im Internet.

    Es kommt immer darauf an, was gepostet wird und wer es so alles liest. Es gibt Blogger die schreiben täglich Romane und keine Sau interessierts. Auf Facebook schreiben die halt 500 Statusmeldungen am Tag und dazu noch 200 dieser nervigen Spiele- und Anwendungsmeldungen. Man kann solchen Leute erstmal die virtuelle Freundschaft kündigen oder einfach Nachrichten von solchen Leuten oder nur den Anwendungen dauerhaft blockieren.

    Das interessante an Facebook ist, dann man dort scheinbar auch verschollene Leute wiederfinden kann (z. B. ehem. Klassenkameraden) und auch relativ unkompliziert Kontakt zu weiter entfernten Freunden halten kann. Die Vernetzung von gleichgesinnten politischen und gesellschaftlichen Gruppen ist auch ein Vorteil. Z. B. tagt die Jugend des Lutherischen Weltbundes offiziell auf Facebook. Zwar nicht ausschließlich, aber ein Teil der Themen wird in sogenannten Online-Konsultationen besprochen.

    Leider gilt dies aber auch wieder für nicht so „positive“ Gruppen (z. B. politische Randgruppen oder kriminelle Vereinigungen).

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