Dieselpreis und Bezinpreis steigen gerne weiter
Eines vorne weg: Wir, also wir in Deutschland, sind nicht bereit, für Benzin und Diesel weniger zu bezahlen. Ganz im Gegenteil: Wir wollen sogar noch deutlich mehr bezahlen. Mindestens 3,57€ / Liter Sprit. Das darf es mindestens schon noch werden.
Ja, genau so ist es. Denn wir sind nicht bereit auf jegliche Form von Verbrennung zu verzichten. Wir wollen in Deutschland keine Elektroautos. Wir wollen keine Solaranlagen. Wir wollen keine Windkraftanlagen.
Wir wollen Atomkraft, Gaskraftwerke, Kohlekraftwerke, Diesel, Benzin, … Wir wollen das aus zwei ganz bestimmten Gründen:
- Teuer: Es muss teuer sein. Energie ist ein Statussymbol. Billige Energie lehnen wir deshalb grundsätzlich ab. Billige Energie, womöglich noch erneuerbare Energie, ist Teufelszeug. Es ist anders als die letzten hundert Jahre. Das kann nicht richtig sein.
- Gegen grüne Politik: Der zweite Grund ist natürlich unser krankhaftes – oppositionelles – Verhalten gegen grüne Politik. Die Grünen sind um jeden Preis zu bekämpfen. Sie wollen uns bevormunden, glauben alles besser zu wissen, und überhaupt sagen die Kollegen das auch.
Fazit: Energie muss teuer sein, und sie muss den Klima- und Umweltschutz am besten aushebeln.
Jammern wegen Spritpreis
Jaja, ich weiß. Alle jammern über den steigenden Spritpreis. Vor allem auch mit Blick auf andere EU-Staaten, in denen der Preis sich nicht oder nur minimal erhöht hat.
Die Realität?
- Wir fahren über Ostern in den Urlaub
- Wir sind gegen ein Tempolimit
- Wir sind gegen Leute im Home-Office
- Wir fahren unsere Kinder mit dem Auto zur Schule
- Wir fahren täglich zum Einkaufen
- Wir fahren wann wir wollen, wohin wir wollen.
Schlussendlich ist es so, das wir alles so lassen wollen, wie es ist. Und wir sind bereit, dafür enorme Summen aufzubringen. Die Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.
Wer profitiert davon?
Von unserer Art in Deutschland zu leben profitieren zwei große Bereiche: Der Staat Deutschland und die Ölkonzerne.
Der mit Abstand größte Profiteur ist die Staatskasse. Denn durch die Preiserhöhung steigen auch entsprechend die Steuereinnahmen, obwohl gar nicht mehr verkauft wird, als vorher. Die Steuereinnahmen sprudeln wie schon lange nicht mehr. Und wir sind bereit, noch viel mehr an Steuern zu ertragen und zu bezahlen, bevor wir – vielleicht – umdenken wollen.
Der zweite Profiteur ist natürlich die Privatwirtschaft. Denn die Ölkonzerne kennen ihren Kunden in Deutschland. Der deutsche Kunde bezahlt immer und alles, unter der Bedingung, das sich nichts verändert. Und „keine Veränderung“ wünschen sich die Ölkonzerne auch. Denn so entsteht ein Kreislauf des ewigen Gelddruckens, bzw. des täglichen Abschöpfens beim deutschen Kunden.
Maßnahmen ohne Nutzen
Und jetzt wird es nochmal besser: Die Bundesregierung beschließt keine Übergewinnsteuer. Kein Preisdeckel, kein nichts. Da kommt nur ein „Ihr dürft die Preise nur einmal am Tag erhöhen – das aber bitte saftig!“. Und genau das wird gemacht. Täglich kostet der Sprit mehr. Täglich sind wir bereit, mehr zu bezahlen.
Sobald der neue Preis steht, wird von Staat und Privatwirtschaft abkassiert. Und das geht solange, bis am nächsten Tag erneut an der Preisschraube gedreht wird.
Elektroauto wollen wir nicht
Die Presse hat über Jahre hinweg die neue Antriebstechnologie kaputtgeredet. Jeder ist auf Fakenews reingefallen. Jeder. Keiner wollte ein Elektroauto kaufen. Wir waren doch alle dagegen. Und wir sind auch heute noch dagegen. Und das bleibt auch so.
Wer heute laut darüber nachdenket, umzuschwenken, der wird niedergemetztelt. Von der eigenen Familie, von Freunden, von Kollegen … „Grünen-Bashing“ von der feinsten Art. Dabei geht es nicht um grüne Politik, sondern um die Sicherung der eigenen Mobilität – nur ohne sich dabei wie einen toten Fisch ausnehmen zu lassen.
Es ändert sich erstmal nichts
Natürlich. Der Krieg ist Kürze zu Ende. Das hatten wir schon vor drei Wochen vor. Daran erinnert sich heute nur keiner. Das Ultimatum wird verschoben, aber gleichzeitig machen die USA ihre Streitkräfte mobil, während der Iran sicher nicht so schnell aufgeben wird. Das bleibt jetzt so die nächsten Jahre.
Das ist wir die Ukraine: Ein Krieg von langer Dauer, nur ohne Gewinner – dafür mit hohen Verlusten.
Die Krisenherde werden eher noch mehr als weniger. Immerhin kämpfen wir nicht mehr um Land, Ehre oder Demokratie, sondern wir kämpfen um Rohstoffe. Genau! Rohstoffe! Der Krieg um Rohstoffe, wie er schon vor 30 Jahren prophezeit wurde, das der kommt, ist da. Aber er startet gerade erst. Und wir werden ihn selbstverständlich bezahlen. Koste es, was es wolle.
