Die Neid-Debatte

By | 17.1.2017

Je weiter man Links denkt, desto kleiner wird die Welt. Ist man dann ganz links angekommen, gibt es das bedingungslose Grundeinkommen. Geld ohne Fleiß und ohne Arbeit. Der feuchte Traum von … den anderen. Aber es soll jetzt nicht um das BGE gehen. Es soll darum gehen, dass man für Geld arbeiten muss. Das mag ja vielen nicht gefallen, aber diese unumstößliche Tatsache muss man akzeptieren.

In diesen Tagen wird mal wieder die Neiddebatte in den Medien angeheizt. Von acht reichen Menschen ist die Rede, welche über die Hälfte des weltweit verfügbaren Kapitals besitzen. Die Medien haben damit ihren Teufel schon gefunden. Und die Politik springt auf den Zug schon auf. Es werden Rufe nach höheren Steuern laut. Wie man diese bei einem bestehenden Steuerüberschuss rechtfertigen wird, bleibt abzuwarten.

Aber seht euch mal die Leute an, welche die Kohlen auf dem Konto haben. Ich meine das ernst. Seht sie euch an. Da wird ein Bill Gates genannt. Gründer von Microsoft. Da steht ein Herr Zuckerberg auf der Liste, welcher Facebook gegründet hat. Da ist ein Herr Ortega, ein Mode-Mogul. Ein Jeff Bezoss, dem Amazon gehört, steht da auch drauf. Ein Warren Buffet. Ein Investor. Und so weiter … und so weiter.

Es gibt aber etwas, das alle diese Personen vereint. Die gehen alle arbeiten. Die haben auch keinen Halbtagsjob. Die stempeln nicht nach acht Stunden aus. Und sie haben auch keine Gewerkschaft im Rücken, die mehr Lohn fordert. Das sind Personen, die keinen Urlaub beantragen, weil sie keinen kriegen.

Alle diese Menschen haben in ihrer Startphase zu wenig geschlafen, sich ungesund ernährt und ein Problem nach dem anderen aus dem Weg geräumt. Und das ging so lange, bis aus einer One-Man-Show ein florierendes Unternehmen erwuchs.

Kommen wir nochmal auf das Grundeinkommen zurück. Mal davon abgesehen dass es nicht finanzierbar wäre, gehen wir mal davon aus, dass das BGE 5.000€ beträgt. 5.000 mal 12 Monate mal 45 Jahre bringen dann 1.080.000€. Eine schlappe Million in 45 Jahren. Klar, der normale Mensch kann sich dann hübsch damit einrichten. Wäre die Neiddebatte dann zu Ende?

Nein. Warum? Es geht nicht darum, ob man genug zum Leben hat, oder wer welchen Luxus vorweisen kann. Die Neid-Debatte würde weiter gehen. Irgendwann fragt jemand, warum hat Donald Trump 3,7 Milliarden Dollar? Und der Normalbürger muss sich mit 5.000 Peanuts im Monat durchschlagen? Geht´s noch? Skandal!

Und jetzt? Was jetzt? Nun, die Wahrheit ist, dass jeder von uns ein Unternehmen gründen und zum Erfolg führen kann. Aber dieser „jeder“ arbeitet dann anders. Ohne Urlaub. Ohne Mindestlohn. Ohne Wochenende. Statt dessen bekommt „jeder“ Rückschläge. Wahlweise auch Niederlagen oder Krisen. Vielleicht sogar beides. Schlaflose Nächte und Existenzängste sind natürlich auch inklusive.

Nicht arbeiten, wenig arbeiten oder arbeiten nach Vorschrift macht einen nicht reich. Auch die Idee von der „Umverteilung“ wird niemanden aus der Gosse ziehen und in den Mittelstand aufsteigen lassen. Und Millionär oder Milliardär wird man damit nicht. Es nützt nichts. Wer nicht arbeitet, der wird es auch zu nichts bringen. Und wer auf den Staat baut, der lebt bestenfalls in einer Lehmhütte. Deutschland hat zwar einen Steuerüberschuss in Milliardenhöhe … denkt aber nicht daran sie nach unten umzuverteilen. Und ab und zu haut der Bund die Kohlen sinnbefreit nur so raus.